Zum Hauptinhalt springen

Künstliche Intelligenz an der Universität Potsdam

Logo "KI@UP - Künstliche Intelligenz an der Universität Potsdam"

Aktueller Stand

Der massive Einfluss von KI-Technologien auf Bildungseinrichtungen wurde spätestens mit der weltweiten Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 deutlich. Die UP hat vergleichsweise früh damit begonnen, die verschiedenen Facetten des Themas “KI in der Hochschule” zu beleuchten. Unter der Koordination des VPL-Bereichs und des ZfQ wurde bereits 2023 ein erstes Positionspapier zu “KI in der Hochschullehre” erarbeitet, welches seit Oktober 2024 in einer zweiten Fassung vorliegt. Begleitend dazu haben ZfQ und PoGS Schulungsangebote für Lehrende und Forschende aufgebaut, die seitdem kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Da ChatGPT und vergleichbare kommerzielle KI-Technologien, die vermeintlich “frei” im Internet angeboten werden, nicht den datenschutz- und prüfungsrechtlichen Anforderungen von deutschen Hochschulen genügen, wurde Anfang 2024 eine Taskforce “Campuslizenz KI” temporär damit beauftragt, verschiedene kommerzielle Produkte und Open-Source-Lösungen für den hochschulweiten Einsatz didaktisch, rechtlich und technisch zu evaluieren. Auf Grundlage der Evaluationsergebnisse konnte im Oktober 2024 der erste KI-Chat-Assistent GPT.UP vom ZIM in Betrieb genommen werden.

Technisch basiert GPT.UP auf der Open-Source-KI-Technologie HAWKI, über die sowohl kommerzielle als auch Open-Source-Sprachmodelle eingebunden werden können. Zur Erprobung werden an der UP mittels HAWKI sowohl die von der GWDG gehosteten “freien” Sprachmodelle eingebunden als auch die über Microsoft in Europa datenschutzkonform bereitgestellten kommerziellen Sprachmodelle von OpenAI (z. B. GPT-4o), die zurzeit über MWFK-Fördermitteln finanziert werden. Darüber hinaus wurden ein Nutzungsleitfaden sowie basale Informationsangebote erstellt und auf der GPT.UP-Webseite bereitgestellt. Trotz fehlender KI-Personalkapazitäten wird darüber hinaus ZIM-seitig das technische Monitoring des laufenden Pilotbetriebs zum Zwecke der Systemstabilität und IT-Security sichergestellt, damit der Pilotbetrieb im Rahmen des MWFK-Förderprojekts evaluiert werden kann. Mit den genannten Tätigkeiten sind insbesondere die personalkapazitären Möglichkeiten der technischen Mitglieder der KI-Taskforce ausgeschöpft. Für die Bereitstellung und Weiterentwicklung von weiteren KI-Tools für das Handlungsfeld “Studium & Lehre” und die Berücksichtigung neuer Bedarfe z. B. aus dem Bereich “Hochschulverwaltung” ist daher ein projektförmiges Vorgehen erforderlich.

Herausforderungen und Bedarfe

Aus den Rückmeldungen der Nutzenden von GPT.UP, den von D6 aggregierten KI-Use-Cases der ZUV sowie aus den gesetzlichen Vorgaben der KI-Verordnung und den allgemeinen Trends lassen sich grundsätzliche Bedarfe ableiten:  

  • Funktionale Erweiterung von GPT.UP (Upload von Dokumenten, Bild- und Videogenerierung, Erstellung von Präsentationsfolien, Spracheingabe etc.)
  • KI-Chatbot mit Zugriff auf interne Informationen z. B. aus dem Z-Wiki sowie auf lokale Dateien und E-Mails
  • KI-gestützte Protokollführung, Datenanalyse und Prozessoptimierung
  • Integration von KI-Funktionen in bestehende Fachanwendungen
  • Bereitstellung von API-Zugängen für die Integration von KI-Sprachmodellen in Anwendungen der Fakultäten
  • Systematische Vermittlung von KI-Kompetenzen an Studierende, Lehrende und Verwaltungsbeschäftigte (AI Literacy)
  • Sicherstellung der Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben der EU KI-Verordnung
  • Konzeption und Aufbau eines zentralen KI-Clusters für die Forschung sowie für den Betrieb lokaler Sprachmodelle z. B. für die Verarbeitung von UP-internen Informationen
  • Monitoring der weltweiten KI-Entwicklungen und regelmäßiger Austausch mit anderen Hochschulen

Projektierung

Im Rahmen der laufenden Weiterentwicklung beschäftigen sich einige Arbeitsbereiche der UP bereits seit 2023 mit dem Querschnittsthema KI. Zu nennen sind hier insbesondere die bereits involvierten Einrichtungen (Justiziariat, VPL-Bereich, ZfQ und ZIM-BA) sowie auch D6-L, ZIM-L und der CIO/VPD-Bereich. Um die UP im Hinblick auf die dynamische KI-Entwicklung zukunftssicher auszurichten und den vielfältigen Bedarfen aus den Handlungsfeldern “Studium & Lehre” und “Verwaltung” in den nächsten Jahren Rechnung tragen zu können, wird der Themenkomplex “KI für die Studium, Lehre und Verwaltung” daher im Rahmen des Projekts “KI@UP” angegangen.

KI@UP-Community-Treffen: Ideen teilen, Erfahrungen austauschen, Entwicklungen gemeinsam gestalten

Kommende KI@UP-Community-Treffen

  • Fr., 09.10.2026
  • Fr., 22.01.2027

Bei Interesse schreiben Sie bitte eine E-Mail an gptup-serviceuni-potsdamde.

Künstliche Intelligenz (KI) verändert Forschung, Lehre, Prüfungen und Verwaltung in rasantem Tempo. Nicht nur, aber auch an Hochschulen wird bereits mit neuen Einsatzmöglichkeiten experimentiert. Manche stehen noch am Anfang und möchten sich orientieren, andere haben dieses unbekannte Terrain bereits beschritten. Genau dafür gibt es bei uns an der Universität Potsdam die KI@UP-Community.
Beim nächsten Community-Treffen möchten wir erneut einen offenen Raum für den Austausch schaffen – niedrigschwellig, praxisnah und offen für alle Hochschullehrenden, Forschenden, Verwaltungsmitarbeitenden und alle weiteren Interessierten der UP.

Den Einstieg bilden kurze Einblicke des ZIM und des ZfQ in aktuelle Entwicklungen und Themen rund um das Thema KI an der UP. Im Mittelpunkt des Treffens stehen dann Ihre Fragen, Erfahrungen und Ideen: Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei Ihren Tätigkeiten in der Lehre, in der Forschung und in der Verwaltung? Welche Überlegungen haben Sie hinsichtlich ihrer Verwaltungstätigkeiten, für Gestaltung von Lehre und Studium oder in Ihrer Forschung? Welche Werkzeuge haben sich bewährt – und wo bestehen Unsicherheiten?

Neben diesen Fragen besteht auch die Möglichkeit, eigene Vorhaben und erste Erfahrungen vorzustellen. Ob kleine Idee, laufendes Projekt oder bereits erprobtes Handlungskonzept – jeder Beitrag kann neue Perspektiven eröffnen und den Austausch für alle bereichern.

Ansprechpersonen

KI@UP setzt auf ein interdisziplinäres Team von Expert*innen.

Projektleitung

  • Alexander Schulz - ZIM-Leitung

Liste der Projektmitglieder

  • Dr. Peter Kostädt - Vizepräsident für Digitalisierung und Informationsmanagement / CIO
  • Christian Stempfl - Dezernent Dezernat 6: Zentrale Dienste
  • Michaela Fuhrmann - Geschäftsführerin Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium (ZfQ)
  • Dr. Benjamin Klages - Co-Leiter Bereich Lehre und Medien, sqb-Koord.
  • Hendrik Geßner - Teamleiter Betrieb Anwendungen, ZIM